Die technologische Entwicklung im Enterprise-Storage-Bereich ist rasant: Immer neue Möglichkeiten entstehen, um Übertragungsraten zu erhöhen und Latenzzeiten zu verringern. Oft gibt es aber ein limitierendes Glied in der Kette: seien es einzelne Komponenten, die Kommunikation zwischen diesen oder die Übertragungsprotokolle. «Die grosse Herausforderung der Hersteller ist es also, die neue Power bis zum Server bzw. bis zum User durchzubringen», erklärt Simon Häni, Enterprise-Verantwortlicher der Belsoft Infortix AG.

Eine überzeugende Lösung für diese Herausforderung setzt sich aktuell in Enterprise-Umgebungen immer stärker durch: Non-Volatile Memory Express over Remote Direct Access Memory over Converged Ethernet, kurz NVMe over RoCE. Die technische Komplexität dieser Verbindung verschiedener Technologien zeigt sich bereits im Namen. Sie kann aber in drei Stufen relativ einfach erklärt werden:

 

Stufe 1: Non-Volatile Memory Express (NVMe)

Non-Volatile Memory Express oder NVMe ist vielen IT-Verantwortlichen kein Fremdwort mehr. Mit dem Protokoll kann direkt über einen PCIe-Bus, also ohne zusätzlichen Adapter, auf den Storage zugegriffen werden. NVMe-SSD erreichen deshalb im Vergleich zu SAS-SSD bis zu dreimal mehr IOPS und reduzieren die Latenzzeiten um die Hälfte. Huawei bietet mit Dorado V6 als einer der ersten Hersteller eine überzeugende NVMe-Konfiguration auf dem gleichem oder sogar einem niedrigeren Preislevel als der SAS-Technologie.

 

Stufe 2: Remote Direct Memory Access (RDMA)

Das R in RoCE steht für RDMA, was wiederum kurz ist für Remote Direct Memory Access. Die Technologie ermöglicht eine direkte Datenübertragung zwischen Servern bzw. zwischen Servern und Storage ohne Beanspruchung der CPU oder des Betriebssystems. Auch das führt zu schnellerem Datenaustausch, tieferer Latenz und natürlich weniger CPU-Beanspruchung.

 

Stufe 3: Converged Ethernet (CE)

Die Server-to-Server- bzw. Server-to-Storage-Kommunikation mit RDMA weckte das Bedürfnis nach Priority Flow Control, um die verlustfreie Übertragung von Datenpaketen sicherzustellen. Die Antwort darauf ist das Converged Ethernet, eine weiterentwickelte Version des Ethernets.

 

NVMe over RoCE

In NVMe over RoCE werden die drei Technologien zu einer leistungsfähigen Gesamtlösung verbunden. Übertragungsraten von bis zu 100 Gbit/s werden so zum Normalfall. «Zurzeit sehen wir den Einsatz vor allem im High-Performance-Umfeld, wo sehr hohe IOPS notwendig sind – etwas bei grossen Datenbanksystemen», sagt Simon Häni. «Bei Unternehmen, die jetzt neu investieren und für ihre neue Infrastruktur einen Zeithorizont von rund fünf Jahren haben, lohnt es sich aber bereits jetzt, NVMe over RoCE als Alternative zu prüfen.»

 

Zusammen mit dem Hersteller Huawei kann die Belsoft Infortix AG die gesamte Technologiekette abdecken, um das volle Potential auszuschöpfen. «Das beginnt bei der Datacenter-Netzwerkinfrastruktur, die Converged Ethernet unterstützt, beinhaltet natürlich die entsprechenden NVMe-SSD-Disks und schliesslich auch kompatible Server- und Netzwerkkarten», führt Häni aus. Das Angebot aller Komponenten aus einer Hand führt die neue Technologie in geordnete und gut umsetzbare Bahnen. «Deshalb», so Simon Häni, «ist die Frage nicht ob, sondern wann NVMe over RoCE zum neuen Standard wird.»

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