Mit seinem neuen Browser hat Microsoft Anfang Jahr Anwender und Entwickler gleichermassen überrascht – und teilweise begeistert. Der neue Edge basiert auf Chromium, also der Technologie, auf die auch Google Chrome setzt. Unternehmen, die bisher aus Datenschutzgründen auf Chrome verzichtet haben, dürften im Edge Chromium eine ideale Lösung finden.

 

Ein neuer Microsoft Edge

«Die Auswahl des richtigen Browsers ist für Unternehmen immer ein schwieriges Thema», sagt Markus Bours, KMU-Verantwortlicher bei Infortix. Microsoft, lange Zeit der unumstrittene Marktführer, musste die Position des weltweiten Klassenprimus bereits vor knapp zehn Jahren an Google Chrome abgeben. Auch Firefox und Safari sind weiter verbreitet als der Microsoft-Browser, woran auch die Ablösung des Internet Explorers durch Edge im Jahr 2015 nichts änderte.

Als Standardbrowser in Firmen sind beide Microsoft-Produkte aber weiterhin oft anzutreffen. Das liegt hauptsächlich am Datenschutz, erklärt Bours: «Im Gegensatz etwa zu Google ist das Geschäftsmodell von Microsoft nicht um die Verwertung von Daten herum aufgebaut. Gerade in der Schweiz, wo Datenschutz und -sicherheit einen grossen Stellenwert einnehmen, sind sie deshalb immer noch gerne gesehen.»

 

Kompatibilität und Datenschutz

Der grosse Nachteil des Edge war bisher die Kompatibilität. «Jeder Browser funktioniert wieder etwas anders», so Bours. Beim Besuch einer Website stellt das zwar in der Regel kein grosses Problem dar. «Immer mehr Programme laufen aber als Webapplikationen direkt im Browser.» Wurde eine Business-Software auf die Verwendung im Chrome oder Firefox ausgerichtet, konnten also Funktions- und Darstellungsprobleme auftreten.

Weil der neue Edge Chromium denselben Unterbau hat wie Chrome selbst, sind die beiden Browser auf einen Schlag kompatibel. Hingegen sind im Edge Chromium keine Schnittstellen zu Google vorhanden, und zusätzlich bietet der Browser einen umfassenden Tracking-Schutz. «Für Anwender in Unternehmen mit hohem Anspruch an den Datenschutz ist der Edge Chromium damit die optimale Lösung», empfiehlt Markus Bours.

 

Edge for Business für Unternehmen

Mit dem bisherigen Edge-Browser hat Edge Chromium kaum mehr etwas gemeinsam – sogar das Logo wurde komplett erneuert. Chrome-Usern wird der Browser optisch und funktional hingegen sehr vertraut erscheinen. Selbst Chrome-Add-ons können im neuen Edge installiert werden. Lesezeichen und Co. lassen sich mit wenigen Klicks aus verschiedenen Browsern importieren.

Mit Edge for Business bietet Microsoft zudem eine Firmenversion an, die noch stärker auf die Anforderungen in Unternehmen zugeschnitten ist. Dazu gehört etwa der Internet-Explorer-Modus, mit dem für den alten Microsoft-Browser entwickelte Webapplikationen auch im Edge betrieben werden können. Microsoft unternimmt also viel, um den Umstieg auf Edge Chromium für Unternehmen und Anwender zu erleichtern. Es dürfte spannend werden im Browser-Markt.

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